Dienstag, 31. Juli 2007

Ich war...

...einmal der Größte (meiner Klasse), der Stärkste (derselben), aggressiv und dann depressiv. Internetsüchtig, videospielesüchtig, pornos.. - haha, dachtet ihr wohl - kaufsüchtig und im Moment leider immer noch -freudig.

Dann war ich Turner, Basket- und Tennisspieler; beliebt - nie so ganz. Gepodcastet habe ich, jetzt blogge ich. Als Skater bin ich rumgelaufen, als Hip Hopper auch - Grufti (die Definition ab den 80er, die andere kommt aber wohl mit der Rente) blieb mir zum Glück erspart. Jetzt bin halt ein Modefreund; ansehen tut man es mir aber nicht. Hilfsbereit und freundlich bin wohl immer noch, außer ich habe schlechte Laune. Dann bin ich zynisch (gerne), ironisch (meine Liebe) und unfreundlich. Theater habe ich auch gespielt und sogar Texte geschrieben. Schüler war ich die längste Zeit, jetzt Student und danach wohl arbeitslos. Vielleicht.

Rebellisch als Teenager auch. LEGO-Fan bin ich immer noch. Genauso wie kinobegeistert, in-die-Liebe-verliebt und ein klein bißchen romantisch. Kritisch auch und eine Leseratte immerhin im Kleinformat. Technikversiert nicht, aber ein solide Grundkenntnisse sind vorhanden. Sprachbegeistert und an fremden Kulturen interessiert. Fett war ich nie, magersüchtig ein wenig und im Moment alles und nichts. Musik finde ich gut, ich kann sogar Klarinette spielen, wobei - schon lange her. Tierfreund und umweltbewusst soll man ja sein, ein Menschenfreund jedoch? Kommt auf den Einzelfall an. Rassistisch ganz bestimmt nicht, obwohl, die Franzosen.... Ach ja, und allzu ernst nehme ich weder mich noch das Leben.
Eigentlich bin ich ja ganz normal?!

Dienstag, 24. Juli 2007

Anspruchsvoller Zauberlehrling

Im Netz steht eigentlich bereits genügend über Harry Potter geschrieben. Wer jetzt noch nicht aufgehört hat zu lesen, soll erfahren, dass ich nach drei Tagen intensiver Hogwarts-Studie jetzt endlich das Ende zum siebenbändigen Marathon weiß.

Am Sonntag sah ich seinen neusten Kinofilm, am Montag las ich noch einmal den 6. Band und heute, Dienstag, als Amazon endlich lieferte, verschlang ich auch Band Nummer 7. Was dabei bemerkenswert ist: Der Jüngling Potter hält sich recht wacker. Nunmehr 10 Jahre ist es her, seitdem J.K. Rowling sich mit dieser Saga aus der Armut schrieb. Und eines muss man ihr lassen: Die Bücher, trotz Kinderbücher - oder vielleicht deswegen? - sind ausgezeichnet. Hier wird keine Billigware an die Fans verramscht, weder LEGO-Figuren, noch Plastikspielzeuge, noch handwerkliche gute Verfilmungen haben Harry Potter als Buch geschadet. J.K. Rowling entwickelt eigenständig bekannte Fantasyelemente weiter und beschert so verloren geglaubten Generationen wieder Freude am Lesen und den Eintritt in die Welt der Literatur.

Zumindest im Original. Denn im Französischen schwächelt Harry bereits merklich. Es fehlt an Tempo, an Sprachwitz - halt an dem was diese Reihe so "magisch" macht. Und auch die deutsche Übersetzung wird wohl nie so treffend sein, wie sein englisches Ebenbild.
Wer seine Bücher also bislang gemieden hat, sollte Harry Potter zumindest eine Chance geben und sich das Original anschauen. Es geht recht flott von der Hand und gut ist er ja, der kleine Zauberlehrling.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Grindhouse

Eigentlich sollte bereits jeder davon gehört haben. Grindhouse ist der neuste Film des Regisseurs-Duo Quentin Tarantino und Robert Rodriguez. In Anlehnung an die amerikanischen Lichtspielhäuser welche vornehmlich B-Movies zeigten, präsentieren sie hier Deathproof und Planet Terror. Zusammengehalten werden die Filme, zumindest in den Staaten, mit fiktiven Werbungen und Trailern.

Dass dies in sonstwo leider nicht der Fall ist, dürfte den wenigsten entgangen sein. Und so hatte auch ich mich klar für den Boykott in den hiesigen Kinos entschieden. Heute war jedoch Sneak Preview in Luxemburg wo ein "Überraschungsfilm" gezeigt wird. Und was war? Planet Terror.


Um es kurz zu halten: Ich habe mich königlich amüsiert. Trotz Boykott, trotz dem Nicht-Sehen des ersten Teils und trotz der mäßigen Kritiken. Was Rodriguez hier zusammengesponnen hat ist einfach sehenswert. Parodien auf bestehende Trashfilme, ein Best-Of des schlechten Geschmacks und - Vorsicht Spoiler - Burce Willis klärt die Frage des Bin Ladens. Weit entfernt von Rodriguez's El Mariachi-Triologie, natürlich. Aber ein angenehmer Film für einen netten Abend unter Freunden.

Die Kritiker sagten allesamt eine Stilübung. Aber was für eine.

Dienstag, 17. Juli 2007

Instant Wissen


In Japan hat es Tradition (zumindest nach westlicher Auffassung), in Europa steht man noch am Anfang: Fertiggerichte, die mit warmen Wasser und/oder Mikrowelle in zwei Minuten immerhin essbar sind. Instant Soup und Instant Noodles sind da bloß die üblichen Verdächtigen.


Interessanterweise ist das auch mit meinem Wissen möglich. Eine paar Schlagwörter bei Google und Wikipedia eingeben und Sekunden später, kann selbst der Laie Lesungen über das Entstehen unterschiedlicher, menschlicher Hauttöne halten.

Umso überraschender, dass man in einschlägigen Foren noch immer die gleichen Fragen findet. Wann kommt was, wie ist das und überhaupt - warum sind Bananen krumm?
Heutzutage ist man wohl zu faul zum Selbersuchen bzw. -lesen. Dankbar übernehme ich dann die Arbeit und suche die Antwort raus. So kann ich gleichzeitig meinen virtuellen Schwanz aufpumpen und souverän mit Wissen beeindrucken. Noch nie war es so lohnend zu wissen. Außer bei "Wer wird Millionär" - da kriegt man auch noch Geld dafür.
Wobei - wissen tue ich nicht wirklich. So schnell Instant Noodles kalt werden, so schnell hat sich auch mein Instant Wissen verflüchtigt. Spätestens auf der nächsten Newsseite weiß ich schon nicht mehr, was ich da eigentlich wem geantwortet habe. Mal ganz abgesehen davon, dass ich Grundkenntnisse brauche, um zu wissen, dass AIDS keine Verschwörung der USA ist.

Was spielt ihr?

Nach dem letzten Wochenende darf man wohl endlich von Sommer sprechen.
Für Videospielfans bedeutet das gleichzeitig eine Durststrecke. Doch immerhin lassen die wenig Neuerscheinungen einem Zeit Verpasstes nachzuholen. Ich werde mich wohl eingehend mit meiner neuerworbenen, rosafarbenen PS2 beschätigen.
Wegen chronischen Zeit- und Geldmangels findet sie erst jetzt Einzug in meinem Wohnzimmer. Obwohl Videospielfan, brauche ich nicht andauernd das neuste System. Überhaupt hat man als Späteinsteiger nur Vorteile. Viele Spiele zu günstigen Preisen und mögliche Kinderkrankheiten der Konsole sind ausgemerzt.
Natürlich konnte man in den vergangen Jahren nicht immer mitreden, aber irgendwie muss man seine Zeit ja einteilen.

Trotz neuer, alter Konsole werde ich den Sommer genießen, im Wohnzimmer-Vergraben kann man auch bei Sturm und Regen nachholen. So habe ich dann auch schon das eine oder andere Sonnenbad hinter mir.

Für diejenigen die ein Urlaubsspiel suchen, um an einzelnen Abenden die Langweile zu vertreiben, sollen sich
Elite Beat Agents für den Nintendo DS ansehen. Ein kurzweiliges Rhythumsspiel das dank durchdrehten Storys und forderndem Gameplay zu gefallen weiß.
Ansonsten lege ich euch noch
LocoRoco für die PSP ans Herz. Es ist jetzt als Paltinum-Version günstig zu erwerben und passt mit seinem kindlichen Charme perfekt zu manch Sommernacht.

In diesem Sinne fröhliches Zocken und schöne Ferien.